Wohnen

Wohnen im Fachbereich Spektrum Autismus

Unser Ansatz besteht darin, dem Verhalten und der Wahrnehmung Raum zu geben, um es reflektieren und dadurch verstehen zu können. Durch visualisierte und transparente Strukturen bringen wir Stabilität in die Alltagsbewältigung. Individuelle Ziele sind unsere Bedingungsfaktoren. Um diese zu erarbeiten, sammeln wir differenzierte Informationen bezüglich der individuellen Entwicklung aus früheren Lebensräumen und Beziehungen.

Innerhalb des Wohnangebots wird geschaut, dass die Faktoren des Umfelds stimmig sind. Dies bedeutet, dass auch ein Wohnsitzwechsel innerhalb des Bereich Autismus stattfinden kann. Ebenso wird regelmässig überprüft, ob die Klientinnen und Klienten eventuell von einem der anderen Bereiche des Kantonalen Verbundsystems (Fachbereich Mehrfachbehinderung / Pflegende Agogik) profitieren können.

Unsere Begleitungsziele sind:
 Förderung und Aufbau der Selbstbestimmung
 Förderung und Aufbau sozial - emotionaler Kompetenzen
 Fördern, entwickeln und halten der Selbständigkeit
 Kommunikation fördern und/oder erweitern
 

Unter Begleitung im Lebensbereich Wohnen verstehen wir die Unterstützung der Menschen mit einer Behinderung in all den Lebensbereichen, in denen sie auf Hilfe angewiesen sind.

Die Entwicklung von individueller Selbständigkeit, Selbstvertrauen und einem Zusammengehörigkeitsgefühl als Grundlage für eine Lebensführung in grösstmöglicher Selbstbestimmung und sozialer Integration ist unsere Herausforderung.
Als Grundlage unserer Agogik dient uns das Konzept der Funktionalen Gesundheit.

Funktionale Gesundheit:
Definition: Ein Mensch gilt dann als funktional gesund, wenn er mit einem möglichst gesunden Körper, möglichst kompetent an möglichst normalisierten Lebensbereichen teilnimmt und teilhat.

Unsere Leitgedanken:
* Die professionelle Begleitung und Unterstützung bei der (auch biographischen) Auseinandersetzung mit sich und der Welt kann und soll im Sinne des Empowerment und der Kooperativen Agogik gestaltet werden.

* Es ist der Mensch mit Beeinträchtigungen und Behinderung, der sich immer vielfältiger, differenzierter und kompetenter mit sich und seinen Umwelten auseinandersetzen und diese immer selbstbestimmter mitgestalten können soll.

* Alle professionellen Handlungen sind dementsprechend so zu gestalten, dass der Mensch mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Kooperationen eingebunden wird; dass ihm Handlungsmöglichkeiten eröffnet und zugestanden werden, in denen er sich als selbstbestimmt und kompetent erfahren kann und in denen er immer mehr Mitverantwortung übernehmen kann.

* Handlungsräume sind daher so zu gestalten, dass sie für die betreffenden Menschen Bedeutung haben oder Bedeutung erlangen.

Sowohl im Wohnen als auch in der Freizeit und ebenso in den Tagesstätten gestalten wir für jede Bewohnerin und jeden Bewohner ein agogisches Förderkonzept, welches sich am Konzept der Funktionalen Gesundheit ausrichtet.
 

iaW ambulantes Wohnen in Riehen

Die intensive ambulante Wohnbegleitung eröffnet neue Formen zu bestehenden stationären Angeboten in unserer Angebotskette des Lebensbereichs Wohnen. Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung können in einem neuen Setting gelebt werden
Die intensive ambulante Wohnbegleitung ist eine Alternative zum vollstationären Wohnen im Wohnheim oder in der Wohngruppe.

In einem ruhig gelegenen Reihenhaus, Rollstuhlgängig bietet wir  4 Betreuungsplätze an.

Wir unterstützen in den Bereichen:
• Selbst- / Sozialkompetenz
• Gesundheit und Hygiene
• Wohnen und Haushalt
• Finanzen und Administration
• Freizeitbereich
• Arbeitsbereich (z.B. Begleitung zu Standortgesprächen am Arbeitsplatz)

Konzept_intensiv ambulante Wohnbegleitung
 

Wohngruppe für Menschen mit Asperger Autismus

aktuell: ein freier Wohnplatz (01.11.2017)

Menschen mit Asperger verfügen über bestimmte Spitzenleistungen, welche wir unterstützen und begleiten können. Im Alltag stossen alle Menschen an bestimmte Grenzen, Menschen mit Asperger Autismus jedoch öfters. Diese Grenzen oder Besonderheiten in der Wahrnehmung brauchen Unterstützung und Begleitung im Alltag.
Akzeptanz und Bewältigung in den Lebensbereichen sind ein Thema! Einerseits die Akzeptanz durch die Gesellschaft andererseits das verstanden werden durch diese. Wir als offene und erfahrene Organisation bieten eine fachliche und professionelle Unterstützung.

http://autismus.ch/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=253&Itemid=215

Konzept Asperger WG

AKTUELL: 1 freier Wohnheimplatz

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Wohnheim Klosterfiechten

 

Das Wohnheim Klosterfiechten hat sich auf die Betreuung von Menschen aus dem  Spektrum Autismus und herausforderndem Verhalten spezialisiert.

Der Standort Klosterfiechten bietet  Wohnen in zwei kleinen Einheiten von je 4 und 2 Einzelappartements für  Klientinnen an.
Hier wohnen Klientinnen und Klienten aus dem Autismus Spektrum und/oder starken Verhaltensauffälligkeiten.
Zur Verfügung steht eine intensive Begleitung mit einem an den Bedürfnissen orientierten Personalschlüssel incl. Nachtdienst.

Der Ansatz besteht darin, dem Verhalten (Verhaltensauffälligkeiten, Aggressionen etc.) Raum zu geben, um es zu reflektieren und dadurch verstehen zu können. Durch visualisierte und transparente Strukturen bringen wir Stabilität in die Alltagsbewältigung, was wiederum zu Sicherheit bei den Klientinnen und Klienten führt.
Der Schwerpunkt der Begleitung liegt darin, die Klienten zu befähigen in eine alternative Wohnform zu wechseln.

Die Begleitung wird gemeinsam so gestaltet um

  • neue Handlungsstrategien zu entwickeln
  • Zusammen den Umgang von Frust oder Aggressionen regulieren zu lernen
  • Gemeinsam an der Reduzierung von Aggressionen zu arbeiten
  • aktiv kommunizieren zu lernen (auch in schwierigen Situationen)
  • Schwierige Wahrnehmungsstörungen zu bewältigen
  • zusammen mit Ärzten zu überprüfen, ob der Gebrauch von  Medikamenten notwendig ist
  • mittels einem individuell definierten Tagesprogramm Sicherheit zu erwerben und dadurch Möglichkeiten zur Weiterentwicklung entstehen zu lassen

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Bildergalerie Wohnheim Klosterfiechten

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Wohngruppe 2 Luzernerring

Sicht auf die Aussenfassade vom Wohnheim Luzernerring, ein grosses modernes Gebäude aus Beton und Glas.

Der Standort Luzernerring befindet sich im Stadtgebiet Basel und hat eine optimale Infrastruktur. Die Innenstadt ist zu Fuss gut erreichbar, zusätzlich gibt es eine Anbindung an den öffentlichen Verkehr direkt vor dem Haus. Durch die Nähe zu Frankreich und das ländliche Umfeld von Basel, sind Ausflüge in die Natur schnell und unkompliziert möglich. Im unmittelbaren Umkreis befinden sich zudem Parks und auch der Rhein ist bequem zu Fuss erreichbar. Ausserdem bewirtschaften wir gemeinsam mit den Klienten eine Gartenparzelle.

Aktuell wohnen insgesamt sieben Bewohner beider Geschlechter auf unserer Gruppe. Diese ist in eine 2 er und 5 er WG aufgeteilt. Alle haben ein nach den jeweiligen Bedürfnissen und Vorlieben eingerichtetes Zimmer mit Balkon.

Der Schwerpunkt liegt in der Begleitung von erwachsenen Klientinnen und Klienten mit einer kognitiven Beeinträchtigung aus dem Autismus Spektrum oder auch Menschen, welche von unseren auf diesen Bereich spezialisierten agogischen Systemen profitieren. Alle Klientinnen und Klienten brauchen eine direkte Begleitung auf Grund der Verhaltensauffälligkeiten.

Die Begleitung wird gemeinsam mit den Klientinnen und Klienten so gestaltet um

  • emotionale Kompetenzen fördern und aufbauen
  • Selbständigkeit im alltäglichen Leben zu vergrössern
  • nach den individuellen Möglichkeiten in alltägliche Aufgaben eingebunden zu werden
  • Stabilität in der Alltagsbewältigung zu erlangen und auszubauen
  • mit verschiedenen methodischen Systemen Anspannungen oder auch Aggressionen regulieren zu können
  • Freundschaften und Beziehungen zu fördern und aufzubauen

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Wohnheim Müllheimerstrasse

Sicht auf die Aussenfassade vom Wohnheim Müllheimerstrase, ein altes herrschaftliches Gebäude mit Giebeln und umzäunten Garten

Das Wohnheim Müllheimerstrasse liegt im lebhaften Matthäusquartier im Kleinbasel. Hier bewohnen wir eine wunderschöne Jugendstilvilla mit einem grossen, denkmalgeschützten Garten. Das Haus bietet genug Platz für Gemeinsamkeit, aber auch Rückzugsmöglichkeiten.
Das Quartier bietet ausgezeichnete Infrastruktur und eine Vielfalt an Eindrücken und Möglichkeiten. Unsere Klientinnen und Klienten können das Stadtleben geniessen. Spaziergänge am Rhein, Entspannung in den nahen Parks und Einkäufe in direkter Umgebung sind möglich.
Kurze Wege und gute Anschlüsse an den öffentlichen Verkehr ermöglichen viel Autonomie.

Unser Schwerpunkt liegt in einer Begleitung, welche unsere Klienten und Klientinnen in der Entwicklung zu mehr Autonomie unterstützt. Dabei passen wir uns ihren individuellen Bedürfnissen an und ermöglichen ihnen, mithilfe von erlernten Kompetenzen und Kommunikationsmöglichkeiten Einfluss auf den persönlichen Entwicklungsprozess zu nehmen. Dabei sind wir auf Klientinnen und Klienten ausgerichtet, welche aufgrund von Verhaltensauffälligkeiten einen erhöhten Betreuungsbedarf haben. Mit unserem Angebot möchten wir:

  • neue Handlungsstrategien zu erlernen oder erweitern
  • Autonomie im täglichen Leben vergrössern
  • Stabilität im Alltag gewährleisten
  • Selbständigkeit im alltäglichen Leben zu vergrössern
  • Durch individuell angepasste Strukturen Sicherheit und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung bieten
  • mithilfe unterstützter Kommunikation auch in schwierigen Situationen in Kontakt bleiben
  • Autismus-spezifische Trainings- und Lernmethoden anwenden

Neubau für das Wohnheim Klosterfiechten

Modellfoto vom Neubauprojekt Wohnheim Klosterfiechten sanft eingebettet in die Landschaft. Das Haus ist 2 Stockwerke hoch , klare Architektur ohne Schnörkel.

Projektverlauf Wohnheim Klosterfiechten

Auf der Grundlage des 2014 von der Architektengemeinschaft Stump&Schibli und Beer&Merz, zusammen mit dem Totalunternehmer Hürzeler Holzbau AG gewonnenen Wettbewerbes „Neubau Wohnheim Klosterfiechten“ wurde zum Jahresbeginn 2015 seitens Architekten, Behörden und Nutzer mit der definitiven Planung gestartet. Bis in den Frühling wurde das Vorprojekt/Bauprojekt bearbeitet, d.h. die Layouts den Nutzerbedürfnissen angepasst, die gesetzlichen Bestimmungen eingearbeitet und die architektonischen, konstruktiven und räumlichen Absichten gefestigt, sodass das Baugesuch im Sommer 2015 eingeben werden konnte. Gleichzeitig wurde innerhalb des fliessenden Planungsprozesses die Werk- und Ausführungsplanung angegangen; die anspruchsvollen Haustechnikgewerke optimiert und die Konkretisierung des äusserst komplexen vorfabrizierten Holzelementbaus an die Hand genommen.

Dem Planungsverlauf entsprechend durfte man sich je länger je mehr auch mit dem Innenausbau und mit ambientischen und Klienten-spezifischen Alltagsfragen beschäftigen - mit Oberflächen, Einbauten, Materialien -, währenddessen der intensive Austausch mit den Nutzervertretern spannende und fruchtbare Ergebnisse förderte. Dabei sollte selbstverständlich nie weder der sensible Kostenrahmen, noch der enge Terminplan gefährdet werden, d.h. auch dass man die Eingaben aller ausgeschriebenen Arbeitsgattungen mit grosser Spannung erwartete.

Im Spätherbst 2015 endlich erschien die lang herbeigesehnte Baugenehmigung, worauf nach einem Abbruchfest mit den späteren Bewohnern sofort mit den Rückbau-Arbeiten der bestehenden Anlage, mit dem Aushub und der darauffolgenden Verlegung der Kanalisation begonnen wurde. Für die effektiven Bauarbeiten die zum Jahresbeginn 2016 terminiert waren, war somit alles startklar.

Im Juni 2017 wird das neue Wohnheim bezogen.
 Interessierte können am Dienstag den 23. Mai 2017 zwischen 14 und 18 Uhr das neue Gebäude in Augenschein nehmen und sich über das Themengebiet Autismus Spektrum informieren.

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