Grundlagen

Personen aus dem LIV Leitungsteam

Elias Dahler - Gedankenfätzen ein Auszug aus der Lesung

Die Lesung fand im Rahmen der Plakatausstellung

Exklusiv Inklusiv während dem Wildwuchsfestival 2017 statt

Texte von Elias Dahler

gelesen von Walter Beutler

Trägerschaft

LIV Leben in Vielfalt ist Teil der  kantonalen Verwaltung von Basel-Stadt. Es ist eine Institution des Amtes für Sozialbeiträge (ASB) im Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt (WSU).

Das ASB ist bestrebt, seine Mehrfachrollen als Leistungserbringer, Aufsichtsbehörde
und Leistungsbesteller möglichst klar voneinander zu trennen.

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Angebot

LIV bietet unterschiedliche spezialisierte Formen des betreuten Wohnens sowie Tagesstruktur an. Diese Angebote richten sich an Erwachsene Frauen und Männer,
die aufgrund ihrer schweren geistigen oder körperlichen Beeinträchtigung einen hohen Betreuungsbedarf aufweisen.

Wir bieten Leistungen gemäss dem Bundesgesetz über die Institution zur Förderung der Eingliederung von invaliden Personen (IFEG) an, die den Bedürfnissen
unserer Zielgruppen in angemessener Weise entsprechen.

LIV fördert mit seinen Angeboten die Selbständigkeit und die Teilhabe von erwachsenen
Menschen mit Beeinträchtigung. Wir schaffen vielfältige Lebensbereiche und Lebenssituationen, in denen sich die betreuten Männer und Frauen kompetent
und gesund erleben können.
 

Die Spezialisierung und Kompetenzbildung in den Fachbereichen Spektrum Autismus,
pflegende Agogik und komplexe Assistenz ermöglicht es, individuell angepasste
Leistungen anzubieten.

Gesetzliche Grundlagen

Die zentralen Wert- und Zielvorstellungen, auf denen die kantonale Behindertenpolitik basiert, knüpfen an Artikel 8 der Bundesverfassung an. Sie sind in drei Leitsätzen präzisiert und gelten für alle Lebensbereiche:

  1. Die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung ist Aufgabe der gesamten Gesellschaft. Wir wollen, dass auch behinderte Menschen die gleichen Möglichkeiten haben, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Um dieses Ziel zu erreichen, setzen wir nicht auf eine isolierte behindertenpolitische Strategie, sondern auf Integration.
  2. Es gibt nicht «den Behinderten», wie es auch «den Menschen» nicht gibt. Ohne Normen gibt es keine Behinderungen. Normen und «das Normale» sind soziale Konstrukte, die sich mit der Zeit verändern und von denen alle Menschen abweichen.
  3. Menschen mit einer Behinderung sollen in keinem Lebensbereich diskriminiert werden. 

15 Grundrechte >
151.3 Bundesgesetz vom 13. Dezember 2002 über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz, BehiG)

http://www.admin.ch/opc/de/classified-compilation/20002658/index.html

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Systemwechsel 2017

Im September 2016 haben der Grosse Rat in BS wie auch der Landtag in BL das Gesetz über die Behindertenhilfe nahezu einstimmig verabschiedet. Dieses trat zum 01.01.2017 in Kraft.

Mit dem neuen System wechselt die kantonale Behindertenhilfe ihren Fokus von der Objekt- zur Subjektorientierung. Wurden bisher Leistungserbringer finanziell pro Platz unterstützt, orientiert sich die finanzielle Unterstützung nun am individuellen Bedarf. Das zugrundeliegende Bedarfsermittlungsverfahren bezieht daher den Leistungsbeziehenden direkt in die Erhebung ein.
 

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Koordinationsliste KOLB

Die Institutionen im Kanton Basel-Stadt bewirtschaften zusammen mit der Fachstelle Behindertenhilfe BS eine Koordinationsliste für die Nachfrage für ein Dienstleistungsangebot in der Behindertenhilfe. Die Institutionen führen keine individuellen Wartelisten mehr, die Koordinationsliste wird von einer Fachgruppe bezüglich Prioritäten betreut.
LIV berücksichtigt in erster Linie diese Liste bei der Belegung der Angebote und empfiehlt eine frühzeitige Anmeldung auf der KOLB Liste.
Weiterführende Informationen, vgl. KOLB Liste des Kantons Basel-Stadt.

Allgemeine Informationen KoLB
Ablauf Aufnahme auf KoLB
Formular Bedarfsnachweis

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Gesellschaftliche Aufgabe der Organisation:

  • LIV fördert mit ihrer Arbeit die Selbständigkeit und die gesellschaftliche Teilhabe von erwachsenen Menschen mit Behinderungen.
  • Wer auf Unterstützung oder Assistenz angewiesen ist, kann aus einem differenzierten Angebot auswählen und eine der individuellen Situation angepasste Leistung beziehen.
  • LIV bietet für Menschen mit einer Behinderung unterschiedliche Formen des betreuten Wohnens sowie drei Tageszentren an. Diese Angebote richten sich an Erwachsene, die aufgrund ihrer schweren geistigen oder körperlichen Behinderung von persönlicher Benachteiligung und sozialem Ausschluss bedroht sind.
  • Die Arbeit von LIV erfüllt hohe ethische Ansprüche, wie sie im Leitbild und im Betreibskonzept festgehalten sind.
  • Die Wohnheime und Tageszentren sind in den Wohnquartieren der Stadt Basel verteilt
  • LIV umfasst drei Bedürfnishomogene Kompetenzbereiche mit differenzierten Angebotsketten 

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